Ein Hausnotrufsystem gibt Sicherheit im Notfall. Was kostet es, was zahlt die Kasse, und welche Anbieter gibt es?
Ein Hausnotruf ist ein elektronisches Hilfsmittel, das älteren oder pflegebedürftigen Menschen ermöglicht, im Notfall schnell Hilfe zu rufen. Per Knopfdruck – meist über ein Armband oder einen Anhänger – wird eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale kontaktiert, die dann entsprechende Hilfe organisiert.
Das System besteht typischerweise aus einer Basisstation (verbunden mit dem Telefon) und einem tragbaren Funksender, den die Person am Körper trägt.
| Kostenart | Typischer Betrag | Wer zahlt? |
|---|---|---|
| Einmalige Anschlussgebühr | ca. 10–30 € | Meist selbst |
| Monatliche Grundgebühr | ca. 18–30 € | Anteilig Pflegekasse |
| Einsatzkosten im Notfall | Variiert | Abhängig vom Anbieter |
Mit einem anerkannten Pflegegrad kann ein Hausnotruf als technisches Pflegehilfsmittel beantragt werden. Nach den Verträgen des GKV-Spitzenverbandes sind die Leistungserbringer gehalten, Versicherte grundsätzlich mehrkostenfrei mit einem Hausnotrufsystem zu versorgen. Welcher Betrag in Ihrem Fall übernommen wird, hängt vom Vertrag Ihrer Pflegekasse mit dem Anbieter ab – fragen Sie vor Vertragsschluss danach.
Einer der bekanntesten Hausnotruf-Anbieter in Deutschland. Bundesweite Abdeckung, 24/7 Notrufzentrale.
Etablierter Anbieter mit langer Tradition. Günstige Tarife, Pflegekassen-Abrechnung möglich.
Hausnotruf mit Rundum-Service, auch mobile Varianten für unterwegs erhältlich.
Über pflegehase.de können Sie einen Hausnotruf bequem online beantragen – der Anbieter übernimmt die komplette Kommunikation mit der Pflegekasse. Mit anerkanntem Pflegegrad ist die Lösung in der Regel kostenfrei.
Hausnotruf beantragen (Anzeige)Ja. Für den Pflegekassen-Zuschuss ist ein anerkannter Pflegegrad erforderlich. Der Hausnotruf kann dann als technisches Pflegehilfsmittel beantragt werden. Ohne Pflegegrad können Sie das Gerät auf eigene Kosten nutzen.
Die rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale wird kontaktiert. Die Mitarbeiter sprechen mit Ihnen über die Basisstation, beurteilen die Situation und veranlassen die passende Hilfe – ob Angehörige, Pflegedienst oder Notarzt.
Ja. Ohne Pflegegrad entfällt jedoch der Zuschuss der Pflegekasse, sodass die monatlichen Kosten von ca. 18–30 € vollständig selbst getragen werden müssen.
Einen einheitlichen gesetzlichen Betrag gibt es nicht. Die Höhe ergibt sich aus den Verträgen zwischen Pflegekassen und Anbietern; nach den Vorgaben des GKV-Spitzenverbandes soll die Versorgung grundsätzlich mehrkostenfrei erfolgen. Fragen Sie Ihre Pflegekasse vor Vertragsschluss, welcher Anbieter mehrkostenfrei abrechnet.
Quellen: § 40 Abs. 1 SGB XI – Pflegehilfsmittel (gesetze-im-internet.de); GKV-Spitzenverband, Hausnotruf im Hilfsmittelverzeichnis (gkv-spitzenverband.de). Die genannten Gebührenspannen sind eine redaktionelle Marktbeobachtung, keine amtlichen Werte. Redaktionell geprüft – Arbeitsweise: Über uns. Keine Rechtsberatung.